Die Antifaschistische Gruppe Bensheim hat eine neue Seite!

Archiv für November 2007

Am 1. Dezember nach Etlingen!

Am 01. Dezember werden Nazis erneut versuchen, durch Ettlingen zu marschieren. Nachdem dies letztes Jahr aufgrund eigener Unfähigkeit nicht funktionierte, starten sie nun Ende des Jahres den vierten Versuch seit Dezember 2005 in Karlsruhe bzw. Ettlingen aufzumarschieren.
Als Veranstalter treten Freie Kräfte und die JN Baden-Württemberg auf, so dass damit zu rechnen ist, dass Nazis aus ganz Süddeutschland nach Ettlingen kommen werden. Die Nazis treffen sich um 13h am Bahnhof Ettlingen-West.

Naziaufmarsch verhindern – Kommt zur Antifaschistischen Gegenkundgebung | Ettlingen – Wasen | 11.30h

Hier kommt ihr zur Sonderseite!

Hier findet ihr den Jingel zur Demo ---> Hier

Welle von Naziübergriffen in der Vorderpfalz reißt nicht ab!

Nach dem Naziangriff in Neustadt/Weinstraße und verschiedenen weiteren Naziaktivitäten in den letzten zwei Wochen kam es in der Nacht vom 20.11.2007 in der S-Bahn Richtung Schifferstadt zu einem erneuten Naziübergriff.
Gegen 21:30 Uhr stieg in Ludwigshafen-Mitte eine Großzahl
von Nazi-Hooligans in die S-Bahn ein. Ein Antifaschist, welcher in der
S-Bahn saß und durch sein Äußeres erkenntlich war, wurde sofort aus der Gruppe heraus verbal angegangen. In Limburgerhof stiegen dann zwei der Rechtsextreme aus und liefen dabei an dem linken Jugendlichen vorbei.
Dabei schlugen die Nazis mehrmals auf den überraschten Jugendlichen in Kopfgegend ein. Es kam zum Glück zu keinen ernsthaften Verletzungen.

Die Kette der Naziübergriffe, Konzerte, illegalen Aktionen und anderen Veranstaltungen in der Region Vorderpfalz, aber auch z.B. in Mannheim reißt nicht ab. So kam es letzten Samstag zu einem illegalen Nazikonzert in Schwetzingen mit 300 angereisten Nazi-Skins aus ganz Deutschland (der Mannheimer Morgen berichtete) oder am Abend des 20.11.2007 in der Vorstadt von Mannheim zu einer Flyer- Verteilaktion mit übelstem antisemitischen Inhalt. In der Vorderpfalz veranstalteten die Nazis mehrere illegale „Heldengedenken“ und Sprüh-Aktionen (so etwa in Neustadt/Weinstraße) mit teils Volksverhetzenden Inhalten.

Der Pressesprecher der ALVP meint dazu:

„Mit diesen ständigen Aktionen der rechtsextremen Szene, begleitet von Gewalttaten und Propaganda-Veranstaltungen, soll ein Klima der Angst erschaffen werden. Es ist viel zu spät, wenn erst dann reagiert werden würde, wenn MigrantInnen und alternative Jugendliche sich nicht mehr in bestimmte Regionen der Vorderpfalz bewegen könnten. Eine antifaschistische Offensive, die diesen dumpfen Konsens zwischen bürgerlichen Rassismus und offenem Rechtsextremismus durchbricht, wird immer notwendiger.“

Es scheint so, als würden sich die Rechtsextremen in dieser Region immer sicherer fühlen — was bei der Verharmlosung ihrer Taten und dem (partiellen) medialen Desinteresse kein Wunder darstellt.

Die einzigen Konsequenzen daraus können nur der antifaschistische
Selbstschutz und eine konsequente Bekämpfung von Rassismus, Sexismus und Antisemitismus auf allen Ebenen (und auch ihrer Grundlagen an sich) sein.

Denn es sollte noch immer heißen „Wehret den Anfängen!“.

Quelle Autonome Linke Vorderpfalz

Trauer und Wut in Widerstand verwandeln!

AntifaschistINNEN haben am späten
Dienstagnachmittag eine Flugblattaktion wegen dem Mord in Madrid in der Innenstadt von Speyer durchgeführt.

Mit Trauer und Wut wurde der Mord an den 16jährigen Antifaschisten Carlos in Madrid aufgenommen. Um nicht in dieser Trauer und Wut zu verharren, wurden daher am späten Dienstagnachmittag in Speyer knapp 500 Flyer verteilt, welche auf den Mord,
die Hintergründe der Tat und die aktuellen revanchistischen Tendenzen in Spanien und Deutschland eingehen.

Die Reaktion der Bürger rangierte von Betroffenheit bis hin zu aggressiven „Anmachen“, was denn eine solche Tat einen Deutschen interessieren müsste. Dies zeigt erneut, wie wichtig es ist, solche Taten in die Öffentlichkeit zu tragen und die Morde und Angriffe von Faschisten nicht zu Verschweigen! Insbesondere, da auch in Deutschland die gewalttätigen Übergriffe durch Rechtsextreme immer mehr zunehmen und der antifaschistische Widerstand an vielen Orten Stagniert.

Nur wenn die politische Dimension solcher Taten bewusst gemacht und der common sense von vermeintlich unpolitischen „Jugendschlägereien“ medial durchbrochen wird,
kann mensch eine Solidarisierung erzielen.
Wer jedoch den Faschisten und der bürgerlichen Mitte das Feld der Nachrichten überlasst, hat schon verloren.

Unser Mitgefühl gilt den Eltern, Geschwistern und FreundInnen von Carlos!

Kein Vergeben – kein Vergessen!

Naziübergriff in Neustadt/Weinstraße

Naziübergriff in Neustadt/Weinstraße
Polizei verschweigt politischen Hintergrund

In der Nacht vom Montag auf Dienstag (05.11. – 06.11.2007) wurde ein
linker Jugendlicher von zwei jungen Männern in der Innenstadt von
Neustadt/Weinstraße angegriffen und verletzt. Die beiden Angreifer,
welche aus Neustadt und Ludwigshafen kommen, konnten eindeutig der
rechtsextremen Szene zugeordnet werden — und dies nicht nur durch ihre
Kleidung.

Die Polizei geht in ihrer Pressemitteilung jedoch in keinem Wort auf den
politischen Hintergrund der Tat ein. Vielmehr wird der Anschein erweckt,
dass es sich dabei um eine „normale“ Schlägerei unter Jugendlichen
handeln würde.

Pressesprecher der ALVP (Autonome Linke Vorderpfalz), dazu:
„Solange staatliche Stellen rechtsextreme Übergriffe bewusst
verharmlosen und dadurch einen unpolitischen Hintergrund suggerieren,
kann sich die extreme Rechte in der Vorderpfalz weiter konsolidieren.
Auf der einen Seite werden rechtsextreme Veranstaltungen immer öfters in
der Vorderpfalz stillschweigend geduldet, auf der anderen Seite
antifaschistischer Protest dagegen kriminalisiert und linke Freiräume
immer weiter eingeschränkt. Es ist davon auszugehen, dass sich die Nazis
bei solch guter Ausgangslage nicht zweimal bitten lassen, verstärkt
aktiv zu werden und daher mit weiteren Übergriffen gegen Andersdenkende
oder MigrantInnen zu rechnen sein wird.“

Dem „Soundtrack“ zu solchen Übergriffen wird dabei weiterhin Raum
geboten. So veranstalten die „Jungen Nationaldemokraten (JN)“
Rheinlandpfalz und der NPD Kreisverband Vorderpfalz am 17. November im
Raum Grünstadt einen internationalen „Balladenabend“ mit so
einschlägigen Musikgruppen wie Carpe Diem (Deutschland), Jupiter
(Niederlande), Sköll (Italien) und Standrecht (Niederlande). Dies ist
nur ein weiteres Konzert unter vielen in den letzten Wochen und Monaten
in der Region Vorderpfalz. Auch können rechtsextreme Schulungen und
Vorträge immer häufiger ungestört stattfinden — wobei das Nazizentrum
in Kirchheim ein wichtiger Knotenpunkt dafür darstellt.

Die ALVP fordert daher, nun erst recht aktiv gegen diese deutschen
Zustände vorzugehen und den rechtsextremen Ideologen an jedem Ort
entgegen zu treten — auch und gerade in der vermeintlich harmloseren
Form, welche aus der bürgerlichen Mitte der Gesellschaft entspringt.

Quelle: Autonome Linke Vorderpfalz




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