Die Antifaschistische Gruppe Bensheim hat eine neue Seite!

… das Ende der rechten Gewalt – Nazistrukturen offenlegen!

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2008 – in Hessen eskaliert die rechte Gewalt, so, dass sie keine_r mehr leugnen kann: Kevin Schippkoweit, Autonomer Nationalist und Medienmacher für Marcel Wöll, prügelt eine 13-Jährige mit einem Klappspaten krankenhausreif. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Nicht nur in Nord-, sondern auch in Südhessen, speziell an der Bergstraße, häufen sich gewalttätige Übergriffe auf alternative Jugendliche: In Heppenheim und Bensheim wird Menschen mehrfach vermummt aufgelauert, sie werden angegriffen und mit Leuchtspurmunition beschossen.
Die rechte Gewalt hat aber auch subtilere Formen, manifestiert sich in Flugblättern und Aufklebern. Flugblätter und Aufkleber stellen insofern Gewalt dar, als dass sie z.B. anhand rassistischer Kriterien bestimmten Gruppen ihre Rechte aberkennen oder sie auf bestimmte negative Stereotype reduzieren. Gewalt auch deswegen, weil Städte und Dörfer, in denen an jedem Laternenpfahl solche Aufkleber kleben, eine neonazistische Hegemonie suggerieren und nicht-rechten Menschen ein Gefühl der Bedrohung vermitteln.
Hinzu kommen Aufmärsche und Neonazikonzerte, die de facto temporäre No-Go-Areas für Andersdenkende darstellen. Zwar gab es 2006 den letzten rechten Aufmarsch an der Bergstraße, aber Neonazis versuchen immer wieder, hier Konzerte zu veranstalten, wie zuletzt Anfang Juni 2008, als in einem Vereinsheim in Heppenheim die Bands „Gegenschlag“ und „Blutschuld“ spielen sollten.
Das Ganze kommt natürlich nicht von ungefähr: In den letzten Jahren hatte es zunächst eine extrem hohe Dichte an neonazistischen Gruppen an der Bergstraße gegeben, nach einer Phase der Auflösungen 2006 folgte eine Phase Latenz. Viele der alten Neonazikader bezeichnen sich inzwischen als unpolitisch und sind in u.a. in der Hardcoreszene aktiv, haben aber z.T. immer noch soziale Kontakte zu den alten „Kamerad_innen“. Andere hingegen sind unvermindert aktiv, haben ihre Stellung innerhalb der Szene gefestigt und sind in organisatorisch wichtige Positionen aufgestiegen. Zwei dieser alten Kader wohnen mittlerweile in Heppenheim und haben es geschafft, junge Leute um sich zu scharen und ohne Probleme in der Öffentlichkeit aufzutreten.
Und wieder sprießen neue Organisationen wie Pilze aus dem Boden: die „Kameradschaft Darmstadt“ oder die „Germanische Volksarmee“, um nur zwei zu nennen. Neue Neonazi-Gruppierungen, deren Existenz sichtbar macht, dass es hier immer noch und immer wieder aufs Neue organisierte Neonazistrukturen gibt – Neonazisstrukturen, von denen Gewalt ausgeht, auf vielen Ebenen.
Diese Strukturen gilt es offenzulegen, deutlich zu machen, dass es sich dabei nicht um eine Handvoll desorientierter Jugendlicher handelt, die man (nach Ansicht mancher Städte) besser ignoriert – sondern um organisierte Neonazis, von denen niemand genau wissen kann, wer_welche als Nächste_r zum Klappspaten greift.
Lasst uns das nicht einfach hinnehmen!

Gegen Neonazis, ihre Strukturen und die Gewalt, die von ihnen ausgeht.
Kommt am 31.1.09 zur Demo!

Flyer Rückseite:

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