Die Antifaschistische Gruppe Bensheim hat eine neue Seite!

Die Antifaschistische Gruppe Bensheim stellt sich vor.

Wir, die Antifa [B], haben uns gegründet um etwas gegen lokale, sowie überregionale Naziaktivitäten zu unternehmen und um dem braunen Treiben etwas entgegenzusetzen. Seit 2001 haben sich allein an der Bergstraße sechs neonazistische Gruppen gegründet, in der Rhein-Neckar-Region hat sich die NPD neu strukturiert und ist ebenfalls wieder aktiv. Wir arbeiten aktiv gegen die Normalisierung rechter Positionen und wollen Nazis nicht widerstandslos in der Öffentlichkeit agieren lassen – nicht hier und auch nirgendwo sonst!

Für uns beschränkt sich antifaschistisches Engagement jedoch nicht nur auf den Kampf gegen die NPD und andere Nazigruppen, denn Rassismus und Antisemitismus sind keineswegs Erscheinungen, die sich ausschließlich am „rechten Rand“ abspielen.
Auch gerade in der sogenannten Mitte unserer Gesellschaft äußern sie sich ständig, beispielsweise in der Diskriminierung von Flüchtlingen oder Verharmlosungen des Holocaust.

Was Wir machen…

Wir haben keinen Bock drauf, dass es unter Jugendlichen „in“ ist rechts zu sein. Im Gegensatz zu vielen Bürgern und den meisten Politikern labern wir nicht nur, sondern werden aktiv. Wir lassen nicht die Rollläden runter, wenn Nazis durch die Straßen marschieren, sondern treten ihnen geschlossen entgegen!

Trotzdem besteht unser eigentliches Ziel im Aufbau und der Stärkung alternativer Gegenkultur: das Besuchen und Organisieren von Konzerten, Lesungen, Infoveranstaltungen und Partys ist für uns genauso wichtig wie die Teilnahme an Demonstrationen. Wir zeigen, dass es anders gehen kann und muss!

Antifaschistische Gruppe Bensheim – 2005

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Was ist Antifa-Arbeit?

„Antifa“ steht bei vielen Menschen vor allem für militante Auseinandersetzungen am Rande von Nazi-Aufmärschen. Dabei ist antifaschistische Arbeit im Alltag eher geprägt von der Organisation der kleinen Info-Veranstaltungen, Plakat- und Flugblatt-Aktionen, Demos und Gedenkveranstaltungen.

Doch antifaschistisches Engagement ist mehr und kann nur in seiner Vielfalt erfolgreich sein. Gleichzeitig ist es wichtig, das Phänomen Rechtsextremismus nicht getrennt von den gesellschaftlichen Bedingungen zu betrachten. Im folgenden sollen vier wesentliche, vor allem in ihrer Verbindung wichtige Zielrichtungen antifaschistischer Arbeit beschrieben werden:

1. Gegen Nazis!
Antifa-Arbeit muss den Nazis direkt und konfrontativ entgegentreten, die rechten Schläger und Funktionäre in der Öffentlichkeit outen, faschistische Strukturen offen legen und Nazi-Treffen und Aufmärsche stören oder verhindern. Das hierbei nicht jeder mitmachen kann oder möchte, ist klar – wichtig bleibt das entschlossene Auftreten gegen Nazis trotzdem. Denn vor allem dort, wo AntifaschistInnen – und nicht die Behörden – den Nazis Grenzen aufzeigen, entstehen politische und kulturelle Freiräume.

2. Öffentlichkeitsarbeit
Gleichzeitig müssen sich AntifaschistInnen um die Verbreitung und Vermittlung ihrer Positionen in der Öffentlichkeit bemühen. Dies kann mit Hilfe von Veranstaltungen, Ausstellungen und Flugblattaktionen geschehen – aber auch durch gemeinsame Demonstrationen mit anderen Organisationen und Initiativen. Die gegenseitige Akzeptanz unterschiedlicher politischer Ansätze und Aktionsformen ist dafür Voraussetzung.

3. Stärkung antifaschistischer Strukturen
Der dritte Punkt in der Antifa-Arbeit sind Aufbau und Ausbau antifaschistischer Projekte, Treffpunkte und Zusammenschlüsse. Um so mehr Menschen bereit sind, in den unterschiedlichen Bereichen bzw. Initiativen aktiv mitzuarbeiten, um so breiter und interessanter wird der Widerstand gegen die Nazis. Zudem schützen starke antifaschistische (und davon nicht zu trennen: linke) Strukturen vor Nazi-Attacken und vor staatlicher Verfolgung, da die Behörden antifaschistischer Arbeit nicht immer wohlwollend gegenüber stehen.

4. Solidarität mit Betroffenen
Der vierte in dieser Aufzählung zu nennende Bereich wäre der Schutz und die Solidarität mit den von Nazi-Übergriffen, rechter Hetze, Rassismus und Antisemitismus Betroffenen. Das schließt die Unterstützung antirassistischer Projekte, die sich gegen staatlichen Rassismus, also die soziale und rechtliche Benachteiligung von MigrantInnen wenden, unbedingt ein. Zwangsunterbringung in Asyl-Heimen, „Residenzpflicht“, Abschiebungen etc. sind eine Form von Alltagsrassismus, der ebenso bekämpft werden muss wie NPD-Propaganda.

Abschließend: Für uns ist Antifaschismus nur ein Bestandteil, wenn auch ein elementarer, unserer politischen Auffassungen. Unser Antifaschismus ist untrennbar verbunden mit unserem Kampf gegen Rassismus und Krieg, Sozialraub, Leistungsterror und Ausbeutung.

text: fels – für eine linke strömung

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